Stillende Frauen
Das Baby wird über die Muttermilch mit allen nötigen Nährstoffen die es braucht, wie Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Sollte die Zufuhr von diesen Stoffen durch die Ernährung der Mutter nicht ausreichend abgedeckt sein, werden die mütterlichen Reserven abgebaut. Es empfiehlt sich also täglich reichlich Gemüse (2-3 Portionen), Früchte (2-3 Portionen) und Milchprodukte (3 Portionen), wie auch Vollkornprodukte zu essen.
Wie während der Schwangerschaft können die Hirn- und Nervenentwicklung des Säuglings weiterhin durch genügend Omega-3 Fettsäuren positiv beeinflusst werden. Nach Möglichkeit 1-mal pro Woche Fisch essen. Zu bevorzugen sind hochwertige Pflanzenöle für die Zubereitung von Speisen (z.B. Rapsöl für die Salatsauce und Olivenöl für die warme Küche) und gönnen sie sich 1 kleine Portion Nüsse (= 20g Baumnüsse, Mandeln...) pro Tag.
Da der Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, im Vergleich zur Schwangerschaft, nochmals grösser ist, empfiehlt es sich auf eine qualitative, abwechslungsreiche Kost zu achten. Essen Sie von allen Lebensmittelgruppen und achten Sie auf eventuelle Reaktionen des Kindes. Wissenschaftlich konnte nicht nachgewiesen werden, dass gewisse von der Mutter gegessene Lebensmittel beim Baby tatsächlich zu Bauchschmerzen führen. Erfahrungsgemäss könnten jedoch folgende Lebensmittel Beschwerden verursachen:
- Kohl, Lauch, Zwiebeln, Hülsenfrüchte
- Zwetschgen , unreife Aprikosen
Dasselbe gilt für Lebensmittel, die der Muttermilch einen bestimmten Geschmack verleihen könnten. Solange der Säugling trinkt, müssen Sie keine Lebensmittel meiden. Auf diese Weise kann nämlich das Baby die vielfältigen Geschmacksrichtungen der Familienkost kennen lernen.
Vor allem Zitrusfrüchte (Orange, Grapefruit) oder deren Säfte enthalten eine gewisse Menge an Fruchtsäure, welche beim Baby einen wunden Po verursachen könnte. Geniessen Sie daher maximal 1 Portion Zitrusfrüchte oder 1 Glas Saft pro Tag. Auch Waschpulver oder Windeln können zu einem wunden Po führen.
Um den sensiblen Organismus des Säuglings nicht zu überreizen und damit am Schlafen zu hindern, sollte die Mutter koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Schwarz- und Grüntee, Colagetränke, Ice Tea und Energy Drinks) nur massvoll einsetzten (maximal 2 bis 3 Tassen/Gläser pro Tag).
Hinsichtlich Alkohol, Tabak und psychoaktive Substanzen (z.B. Haschisch) gilt dasselbe wie während der Schwangerschaft: Verzichten Sie nach Möglichkeit darauf.
Sowohl Alkohol, wie auch Nikotin oder sonstige Giftstoffe aus dem Tabak treten in die Muttermilch über. Nikotin kann bei sensiblen Säuglingen Koliken und sogar Erbrechen auslösen.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link
Quelle: Mélanie Berger, dipl. Ernährungsberaterin
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