Was passiert bei Eisenmangel im Körper?
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es wird vor allem für die Bildung von Hämoglobin benötigt. Dieses Protein sorgt dafür, dass Sauerstoff im Blut transportiert wird.
Fehlt Eisen, wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das wirkt sich direkt auf die Leistungsfähigkeit aus. Besonders Gehirn und Muskeln reagieren empfindlich darauf.
Auch das Immunsystem ist auf eine ausreichende Eisenversorgung angewiesen. Wie Sie Ihre Abwehrkräfte zusätzlich stärken können, erfahren Sie im Beitrag «Immunsystem stärken mit Nahrungsergänzung und Hausmitteln».
Symptome bei Eisenmangel
Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und werden deshalb nicht sofort erkannt.
Typische Anzeichen sind:
- Müdigkeit und schnelle Erschöpfung gehören zu den häufigsten Anzeichen eines Eisenmangels. Auch ein Magnesiummangel kann ähnliche Beschwerden verursachen. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag «Magnesium – Ein essenzieller Mineralstoff für Körper, Gesundheit und Sportler».
- Konzentrationsprobleme
- Blasse Haut
- Kopfschmerzen oder Schwindel
- Brüchige Nägel
- Haarausfall
- Brüchige Fingernägel
- Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung
Eisenmangel bei Frauen
Frauen sind besonders häufig von Eisenmangel betroffen. Der Grund liegt vor allem im regelmässigen Blutverlust während der Menstruation. Viele Frauen bemerken daher Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder verminderte Leistungsfähigkeit besonders stark.
Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf deutlich an. Der Körper muss in dieser Zeit mehr Eisen bereitstellen. Da der Eisenbedarf in der Schwangerschaft steigt, lohnt sich ein genauer Blick auf die tägliche Ernährung. Tipps dazu finden Sie im Beitrag «Ernährung in der Schwangerschaft: Das sollten Sie wissen».
Ursachen für Eisenmangel
Ein Eisenmangel kann unterschiedliche Ursachen haben.
Häufige Gründe sind:
- Eine Ernährung mit zu wenig Eisen
- Ein erhöhter Bedarf, zum Beispiel durch Sport oder Schwangerschaft
- Blutverlust, etwa durch die Menstruation
- Eine eingeschränkte Aufnahme im Darm
Was tun bei Eisenmangel?
Wenn Sie vermuten, dass Sie zu wenig Eisen haben, können Sie selbst erste Schritte unternehmen.
Ernährung gezielt anpassen
Achten Sie auf eisenreiche Lebensmittel wie Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Vollkornprodukte.
Pflanzliches Eisen wird besser aufgenommen, wenn es zusammen mit Vitamin C verzehrt wird. Ein Glas Orangensaft oder frisches Obst kann hier unterstützen.
Aufnahme verbessern
Kaffee und Schwarztee können die Eisenaufnahme hemmen. Trinken Sie diese daher nicht direkt zu den Mahlzeiten.
Auch grosse Mengen an Calcium können die Aufnahme beeinflussen. Es ist sinnvoll, diese zeitlich getrennt zu konsumieren.
Lebensstil berücksichtigen
Eine ausgewogene Ernährung und regelmässige Bewegung unterstützen den gesamten Stoffwechsel und helfen dem Körper, Nährstoffe besser zu verwerten.
Was essen bei Eisenmangel?
Die Auswahl der richtigen Lebensmittel spielt eine wichtige Rolle.
Tierische Eisenquellen: Tierische Lebensmittel enthalten sogenanntes Hämeisen, das vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann.
Pflanzliche Eisenquellen: Pflanzliche Lebensmittel liefern Nicht-Hämeisen. Dieses wird vom Körper weniger gut aufgenommen, kann aber durch die Kombination mit Vitamin C deutlich besser verwertet werden.
Ein wichtiger Tipp ist die Kombination mit Vitamin C. Dadurch kann der Körper pflanzliches Eisen deutlich besser aufnehmen. Auch gesunde Fettsäuren sind wichtig für den Körper. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag «Omega-3: Ihre Geheimwaffe für eine gesunde Ernährung».
Einige Lebensmittel enthalten besonders viel Eisen und können gezielt in den Speiseplan integriert werden. Die folgende Übersicht zeigt eine Auswahl eisenreicher Lebensmittel.
Eisenförderer (fördern die Aufnahme):
- Vitamin C – Früchte, frisches Gemüse, Nahrungsergänzungsmittel
- Leber – natürliches Speicherorgan für Eisen
- Lebensmittel mit einem niedrigen ph-Wert – saure Lebensmittel
Eisenhemmer (hemmen die Aufnahme):
- Oxalsäure – Spinat, Rhabarber, Schokoladenpulver
- Polyphenole – Traubensaft, Rotwein, Kaffee, Tee (schwarzer / grüner Tee), Hirse
- Medikamente wie z.B. Magensäurebinder
Wann sind Eisenpräparate sinnvoll?
Nicht immer reicht die Ernährung aus, um den Eisenbedarf zu decken. Eine Ergänzung kann sinnvoll sein, wenn ein Eisenmangel festgestellt wurde oder wenn der Bedarf erhöht ist. Das betrifft zum Beispiel Frauen oder Menschen mit intensiver körperlicher Belastung.
Wenn Beschwerden bestehen, ist es ratsam, die Eisenwerte ärztlich überprüfen zu lassen.
Fazit
Eisenmangel ist weit verbreitet und zeigt sich oft durch Müdigkeit und Leistungsabfall. Mit der richtigen Ernährung und einem bewussten Lebensstil lässt sich die Eisenversorgung gezielt verbessern. Reicht das nicht aus, kann eine hochwertige Ergänzung sinnvoll sein, um den Körper optimal zu unterstützen.